Freitag, 17. August 2012

Das schwarze Schaf

Nach dem im letzten Artikel angesprochen wurde, wo die Schwachstellen sitzen, die sich über Jahre hinweg eingeschlichen haben, wenden wir uns in den folgenden Absätzen den Mitarbeitern zu, die ihren Weg in einem Unternehmen neu beginnen wollen.

Es ist absolut üblich, dass man einen neuen Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einlädt, sich seine Referenzen vorlegen lässt und dann nach seinen Fähigkeiten einstellt. Diese gängige Praxis birgt jedoch für Firmen und dabei muß es sich nicht um hochtechnologische oder militärische Einrichtungen handeln, sondern schon für den kleinen Mittelstandsunternehmer, einige Risiken.

Woher wissen sie denn, dass die Noten in den Zeugnissen stimmen? Woher wissen sie denn, dass die Referenzen von Personen so sind wie sie dort stehen und die Person wirklich dort gearbeitet hat. Ist der Doktortitel wirklich ein echter oder sind die Papiere manipuliert worden. Ist die Person in der Vergangenheit straffällig geworden? Sie glauben der Nachweis des polizeilichen Führungszeugnis ist aussagekräftig?

Als Unternehmer stehen sie vor der Qual der Wahl, sich Menschen in die Firma holen zu müssen, damit die Arbeit geschafft wird und das möglichst zuverlässig und reibungslos.
Da gibt es den einfachen Arbeiter, den zukünftigen Abteilungsleiter, den Manager oder sogar einen neuen Geschäftsführer und das einzige, was sie über diese Person wissen, steht in seinen Papieren, die sie von ihm bekommen. Diese Papiere können echt sein, was meistens der Fall ist, können aber auch von der Person manipuliert sein, die bei ihnen arbeiten möchte. Es ist in diesem Fall unumgänglich und wird im Ausland auch schon umfassend betrieben, das eine Person, die entweder einen leitenden Posten übernehmen soll oder an einer sensiblen Stelle im Unternehmen eingesetzt werden muß, einer umfangreichen Prüfung unterzogen wird. Die digitalen Möglichkeiten geben dem Menschen, ohne dass dieser tief gehende Vorkenntnisse haben muß, die Voraussetzung, sich das Zeugnis und die Fähigkeiten anzueignen, die gerade gebraucht werden.

Die neuesten Arbeitsstudien für diesen Bereich gehen mittlerweile davon aus, dass über 30% von Bewerbungen und den Nachweisen gefälscht sind und das sind nur die Fälle, die erkannt wurden. Die Dunkelziffer liegt wie üblich weit über diesem Niveau und lässt sich nur schwer schätzen. Natürlich ist nicht jeder Berufsnachweis eklatant gefälscht worden aber es reicht von einer Note von 4 im Schulzeugnis auf eine 2 gehoben zu werden, bis gar zu einem Doktortitel, dem es damit erlaubt ist in Krankenhäusern an Menschen zu operieren, wie vergangene Fälle bereits oft genug gezeigt haben.

In solchen Situationen müssen sie als Unternehmer selbst Verantwortung zeigen und einen professionellen Bewerbercheck durch Experten durchführen lassen. Dafür können sie eine Detektei einschalten oder Dienstleister, die sich ebenfalls auf solche Gebiete spezialisiert haben. Denn sind solche Bewerber erst einmal in ihrem Unternehmen, ist der Schaden angerichtet oder kann ihrer Firma erheblichen Schaden zufügen. Der Aufwand, der dadurch betrieben werden muß, das schwarze Schaf zu finden und die Arbeitsenergie die dafür gebraucht wird, ist dabei viel höher, als wenn schon bei der Bewerbung angemessen reagiert worden wäre.

Zu unseren Stärken als Detektive gehört, in relativ kurzer Zeit eine Personenrecherche durchzuführen, in dem wir die verschiedenen Stationen in den Lebensläufen überprüfen, das private Umfeld durchleuchten, nicht eingetragene Straftaten im polizeilichen Führungszeugnis aufdecken und mit als letzte Station eruieren können, ob die finanziellen Verhältnisse sich im Rahmen befinden oder hohe Kredite, Spielschulden und Beteiligungen an riskanten unseriösen Geschäftsverbindungen bestehen.

Wichtig ist zu wissen, da immer wieder das polizeiliche Führungszeugnis als Grundlage bei Einstellungen vorgelegt werden muß, dieses nur unzureichend Auskunft darüber gibt, ob die Person die eingestellt wird, tatsächlich eine „weiße Weste“ hat. Die Natur des polizeilichen Führungszeugnises ist es, das Verurteilungen mit einer Geldstrafe von nicht mehr als 90 Tagessätzen oder Freiheitsstrafen von nicht mehr als drei Monaten gar nicht eingetragen werden. Das heißt im Umkehrschluß, wenn der Bewerber bei diversen Delikten immer mit einem „blauen Auge“ davon gekommen ist oder zu clever war, sich bei einem schwerwiegenden Delikt erwischen zu lassen, sie eine Person einstellen, die nach Außen hin ein wahres Unschuldslamm nach Aussage des polizeilichen Führungszeugnis ist. Wollen sie so einer Person wirklich in ihrem Unternehmen haben und womöglich noch eine leitende Position bekleiden lassen? Wir glauben nicht und deswegen bieten wir als Ermittler in solchen Dingen unsere Dienste an und lassen sie nicht im unklarem darüber, wer ihnen Gegenüber im Bewerbungsgespräch sitzt.

Zum Schluß, wie immer in unseren Artikeln ein paar kleinere Tipps, wie sie sich selbst schützen können, zumindest ein wenig.

• Achten sie bei Bewerbungen über die Länge von Firmenzugehörigkeiten, denn viele kurze Betriebszugehörigkeiten können ein erstes Indiz für Probleme mit dem Mitarbeiter sein. Sprechen sie solche Punkte offen an und machen sie sich dazu Notizen, sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine genauere Prüfung durch einen Detektiv erfolgen, denn dann kann jede Information die wir von ihnen bekommen Zeit und Geld sparen.

• Beobachten sie im Lebenslauf, ob die Positionen im Betrieb nur dann einen Aufstieg möglich machten, wenn sich die Person woanders bewarb oder wurde er im Unternehmen mehrmals befördert, was ein Indiz auf eine integre, beliebte Person schließen könnte.

• Welchen Beruf hat der Bewerber gelernt oder gab es diverse Wechsel in den Berufssparten, die auf einen unsteten Lebenswandel oder Wechsel hindeuten könnten. Gut ist auch der Vergleich mit diversen Wohnortverhältnissen, die zu seiner Arbeit passen oder eher nicht.

• Wie reagiert die Person auf gezielte Nachfragen, sich bei den vorangegangenen Arbeitgebern erkundigen zu wollen. Steht er dem ablehnend gegenüber oder nimmt er diese Anfrage völlig urteilsfrei und sorglos auf?

Wir könnten sicherlich noch viele Anregungen geben, doch kann man nicht jeden Bewerber über einen Kamm scheren, denn die meisten sind ehrlich und loyal. Jedoch ist und bleibt der größte Risikofaktor immer noch der Mensch und von diesen haben sie als Unternehmer sehr viele in ihrer Firma. Reduzieren sie dieses Risiko, denn ein fauler Apfel kann, wie sie wissen, einen ganzen Korb anstecken und verderben.

Anbei zur weiteren Leseprobe noch ein älterer Spiegelartikel aus dem Jahre 2007. Auch wenn der Artikel nun mehr 5 Jahre alt ist, hat er an seiner Aussagekraft und im Grunde genommen auch an der heutigen Aktualität nichts verloren.

ttp://www.spiegel.de/wirtschaft/wirtschaftskriminalitaet-der-feind-in-meinem-buero-a-484008.html

Interessant ist auch der folgende Artikel auf Spiegelonline, wo uns die Aktualität auch diesmal wieder eingeholt hat. Unsere Frage ist in dem Fall, wie ein gewaltbereiter Salafist,
der den Behörden bekannt war, als Wachmann mit Zugang zum Flughafen arbeiten konnte?


Wie immer gilt, wenn sie Fragen oder Anmerkungen haben, kontaktieren sie uns unter: http://www.detektei-schuett.de


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