Freitag, 3. August 2012

Wir hören dann mal mit!


In der aktuellen Wirtschaftswoche aus dem Monat Juli wurde auf eindrucksvolle Weise darüber informiert, wie es mit vier Mobiltelefonen, einem Notebook und einem PC Spähsoftwareprogramm möglich war, aus einer Entfernung von ein paar hundert Metern sich in einem Gespräch eines Logistikunternehmers einzuloggen und das geführte Gespräch zu belauschen. Diese Praxis ist im Bereich der Wirtschaftsspionage durchaus ein probates Mittel, um an die Geschäftsgeheimnisse seiner Konkurrenz zu gelangen. Was einst nur den Polizeibehörden und dem Nachrichtendienst vorbehalten war, können nun all diejenigen nutzen, die genügend kriminelle Energie aufbringen, um hinter die Geheimnisse ihres Mitbewerbers zu gelangen oder einen Spezialisten kennen, der für wenig Geld dieses Know How zur Verfügung stellt.

Doch auch eine weitere Form von Schädlingen, die wir am Ende unseres Artikels ansprechen wollen, sind Apps, die sich getarnt auf einem Smartphone einloggen und den Aufenthaltsort oder verfassten Nachrichten an den misstrauischen Ehe- oder Lebenspartner weitergeben.
                                                                                   
Die Sicherheitslücken sind die neumodischen Smartphones, die im Grunde genommen völlig markenunabhängig anfällig sind. Telefongespräche, SMS, Email, Kalendereinträge oder die Kontaktdaten der gespeicherten Teilnehmer -  alles ist für den Eindringling abrufbar. 
Ein erschreckendes Szenario und doch ist es wahr, glücklicherweise nur für „hochwertige Ziele“ und vermutlich nicht für den normalen Bürger. Doch auch bei dem normalen Bürger müssen wir  aus unserem Berufsalltag heraus eine Einschränkung machen, da immer mehr Anfragen kommen, den geliebten Lebenspartner über das Mobiltelefon überwachen zu lassen.  Deutlich erwähnt sei hier, dass wir als seriöse Detektei uns nicht zu solchen „strafbaren“ Verhalten hinreißen lassen! Wir möchten sie bitten lieber Leser uns mit solchen Anfragen zu verschonen, da wir dazu ausgebildet sind, solche Lauschangriffe zu unterbinden und den Verursacher zu finden.

Nach Aussage des Artikels in der Wirtschaftswoche sind die Bauteile, um so einen Angriff durchzuführen, für knapp € 100.-  in jedem gut sortierten Elektronikfachmarkt zu kaufen. 
Natürlich braucht es auch das Wissen und das Geschick eines versierten Elektronikers, aber das ist weder für engagierte Kriminelle, noch für Wirtschaftspiraten ein Hindernis.

Eine weitere offene Einladung an Wirtschaftspiraten und Kriminelle sind so genannte Apps, die es heutzutage zu Tausenden auf dem freien Softwaremarkt in den verschiedenen Portalen für wenige Cent zu kaufen gibt. Gerade bei Ehe- oder Partnerschaftsproblemen sind solche Schädlinge oft auf dem Smartphone des Partners zu finden und geben demVerursacher den Aufenthaltsort oder die Nachrichten des Opfers bekannt, die auf dem infizierten Smartphone verfasst worden sind. Diese kleinen Programme, meistens als seriöse Programme getarnt, schreiben sich in das Bios des Mobiltelefons, auch hier ist die Betriebsplattform unabhängig und übermitteln alle Daten auf dem Mobiltelefon selbstständig an den Empfänger.

Doch gegen diese Angriffe können wir als Detektive und Sicherheitsdienstleister etwas tun!
Wir haben uns darauf spezialisiert solche Schadprogramme auf ihrem Smartphone zu erkennen, 
zu löschen und somit schädlingsfrei in wenigen Tagen wieder zurück zugeben.

Die Sachlage, schreibt die Wirtschaftswoche jedoch, ist, dass Deutschland im Bereich der Spionageabwehr den Status eines Entwicklungslandes hat. Kein deutsches Mobilfunknetz ist gegen Cyberangriffe auch nur ansatzweise gewappnet, wie die folgende Tabelle eindrucksvoll beweist.

Art des Schutzes
T-Mobile
Vodafone
Eplus
O2
Verschlüsselung A5/3
Nein
Nein
Nein
Nein
Schutz vor Abhören
58%
44%
33%
19%
Schutz vor Ortung
54%
79%
52%
48%
Schutz der Identität
63%
52%
52%
16%


Eine regelmäßige Kontrolle der genannten Provider auf Hackerangriffen auf die Mobilfunknetze findet nur sporadisch statt und war nach den Untersuchungen des Security Research Lab gar nicht vorhanden. Da in den deutschen Mobilfunknetzen also so gut wie gar kein Schutz vorhanden ist, sollte spätestens jeder Unternehmer aber auch wir aus der Branche erkannt haben, wie angreifbar wie letztendlich sind. Da ist es nicht verwunderlich, wenn ausländische Mächte, hier als Beispiel seien die Chinesen besonders erwähnt, die sich in der Wirtschaftsspionage einen unrühmlichen Spitzenplatz erkämpft haben. Allerdings wird es ihnen auch ziemlich leicht gemacht und damit sind die Mobilfunkanbieter, wie auch wir Verbraucher zu einem Teil selber daran Schuld.

Was können Unternehmer und Verbraucher gegen solche Überwachungslücken tun?

1.   Gespräche mit vertraulichen Inhalt sollten nicht mit dem Mobiltelefon geführt werden
2.   Lassen sie ihr Mobiltelefon durchchecken bei einem Verdacht. Dies könnte z.B. ein wesentlich erhöhter Stromverbrauch sein, da die Schadsoftware permanent im Hintergrund läuft.
3.   Bei einem Verkauf oder Entsorgung des Mobiltelefons lassen sie die Daten von unserer Detektei oder einem Sicherheitsunternehmen ihres Vertrauens entfernen, da ein einfaches löschen (Papierkorbsymbol) die Daten nicht löscht, sondern nur aus einem (wieder herstellbaren) Verzeichnis nimmt.
4.   Nutzen Sie Tastatur- und Gerätesperren, um Fremden den Zugriff auf das Telefon zu verwehren.
5.   Deaktivieren sie drahtlose Schnittstellen wie Wlan- und Bluetooth Zugänge, wenn diese nicht benötigt werden.
6.   Meiden sie öffentliche Hotspots, da sie ihr Mobiltelefon somit jedem der wie sie über eine drahtlose Schnittstelle VERFÜGT, wörtlich die Haustür zu ihren Daten öffnen.
7.   Verleihen sie weder ihr Mobiltelefon, noch lassen sie es aus den Augen, damit niemand eine Schädlingssoftware drauf spielen kann.
8.   Installieren Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen und damit ist ganz sicher nicht ihr Geschäfts- oder Lebenspartner gemeint!
9.   Führen sie regelmäßige Sicherheitsupdates durch, wenn der Anbieter welche für sie bereitstellt.

Und wie es der Zufall will, erscheint gerade heute ein Artikel auf Spiegel Online und berichtet darüber, wie ein harmloses App die Adressbücher Tausender Smartphoneanwender im Hintergrund ausgelesen hat und die Daten an einen Spam Email Versender übermittelt hat.

Den ganzen Artikel finden sie unter folgenden Link:


Und zum Abschluß allgemein bekannt, wenn sie Fragen haben, kontaktieren sie gerne die www.detektei-schuett.de

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