Freitag, 7. September 2012

Abrechnungsbetrug im Außendienst



"Wenn du mich einmal betrügst - deine Schande. Wenn du mich zweimal betrügst - meine Schande".

In den vergangenen Artikeln haben wir uns mit diversen Arten von Betrug auseinandergesetzt, den typischen Klassiker bis jetzt jedoch ganz außer Acht gelassen, das holen wir nun heute nach.

Eine der häufigsten Betrugsformen, die am längsten unentdeckt bleibt, finden wir im Außendienst, wenn Ihre Mitarbeiter unterwegs sind, um Neukunden zu gewinnen oder den Altkunden zu hegen und zu pflegen. Durch gefälschte Abrechnungen von Spesenunterlagen, Nutzung der Firmentankkarte für das private Fahrzeug und falschen Angaben von Arbeitszeiten, entstehen Ihrem Unternehmen Unkosten in mehrfacher Hinsicht. Sie bezahlen nicht nur die Unkosten der Außendienstmitarbeiter, die künstlich erzeugt wurden, sondern Sie verlieren auch Kunden, die nicht besucht und somit auch nicht betreut wurden. Dadurch entgehen Ihnen Umsätze, die hätten gemacht werden können und auch neue Marktanteile, die erzielt worden wären.

Je größer Ihr Außendienst ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Opfer von möglichen Betrügereien werden. Das System des möglichen Betrugs und die fehlenden Kontrollsysteme sprechen sich schnell herum und so manch fauler Apfel steckt schnell in einem Korb die anderen an. Die Gelegenheit und die fehlende Kontrolle gerade in diesem Bereich bieten einem den größten Schutz, jahrelang unentdeckt zu bleiben.

Die Kosten durch das einschalten von Detektiven, die diskret und unauffällig eine Überwachung der Außendienstmitarbeiter durchführen können, sind im Hinblick auf den verursachten Schaden verschwindend gering.   

Durch eine Kontrolle über einen von Ihnen festgelegten Zeitraum können Detektive präzise folgende Sachverhalte dokumentieren:

* Tatsächliche Abfahrtszeit des Außendienstmitarbeiters

* Die Besuchszeiten und Anschriften von Neu- und Bestandskunden

* Die eingelegten Pausenzeiten.

* Tatsächliche Rückkehrzeit des Außendienstmitarbeiters.

* Mißbrauch des Firmenfahrzeugs zu privaten Zwecken

Anhand von den dokumentierten Daten einer Detektei läßt sich so schnell ein Überblick verschaffen im Zusammenspiel mit den eingereichten Unterlagen des Außendienstmitarbeiters, wo welche Unregelmäßigkeiten zu verzeichnen sind.

Viele Detekteien werben mit einer lückenlosen Überwachung von Firmenfahrzeugen im Betrugsfall durch die bekannte GPS Fahrzeugortung. Die rechtliche Grundlage zur Nutzung dieser GPS Systeme ist nach derzeitiger Rechtslage in Deutschland heftig umstritten und befindet sich in einer juristischen Grauzone.

Wir raten in dieser Hinsicht dringend davon ab, eine geplante Kontrolle durch GPS Fahrzeugortung als alleinige Maßnahme als Grundlage dazu zu benutzen, um einem betrügerischen Außendienstmitarbeiter damit sein unredliches Handwerk zu legen, da Sie damit vor Gericht in ein "gewetztes juristisches Messer" laufen. Der Einsatz mit GPS muß vor Gericht ausreichend belegt werden und untersteht einem engen juristischen Rahmen, da insbesondere die Verhältnismäßigkeit zum Aufwand erforderlich gewesen sein muß. Betrachten Sie die GPS Fahrzeugortung als flankierende Maßnahme, die durch fachanwaltliche Beratung gedeckt sein sollte, wenn Sie sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt vor einem Arbeitsgericht wieder finden und den Einsatz rechtfertigen müssen.

Zum Schluß möchten Ihnen die Detektei Schütt wie gewohnt ein paar Tipps mitgeben, wie sie selbst einen möglichen Anfangsverdacht auf Außendienstmitarbeiterbetrug feststellen können.

* Die eingereichten Reise- und Spesenkosten steigen im Vergleich zu niedrigen Verkaufszahlen oder Neukundengewinnung.

* Die Verkaufszahlen sinken oder sind deutlich niedriger gegenüber den Kollegen.

* Neue Produkte werden nicht mehr verkauft bzw. vermarktet ganz im Gegensatz zu den Kollegen.

* Alte Bestandskunden kaufen nicht mehr in Ihrem Unternehmen aufgrund fehlender Betreuung.

* Hohe Fehlzeiten durch Krankentage ( über 6% im Verhältnis zu Arbeitstagen) belegen Desinteresse an der Arbeit und Hinweise auf eine "innere Kündigung", worauf Erfahrungsgemäß die Hemmschwelle zum kriminellem Verhalten gegenüber dem  Arbeitgeber sinkt.

* Hohe Kilometerleistung des Firmenfahrzeugs oder erhöhter Verschleiß weisen auf eine intensive private Nutzung hin - wenn das Revier zur Kundenbetreuung im Verhältnis dazu klein ist oder keine weiteren Kunden mehr geworben wurden.

Sollten Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, erreichen Sie uns über unsere Kontaktmöglichkeit auf www.detektei-schuett.de
 

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