Sonntag, 23. Juni 2013

Arbeitnehmer müssen Vorwürfe bei Mobbing beweisen

Wollen Arbeitnehmer vor Gericht wegen Mobbings Schmerzensgeld einklagen, müssen sie ihre Vorwürfe auch beweisen. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, zu diesem Zweck die Beweismittel wie zum Beispiel die Unterlagen einer Detektei heraus zugeben, denn dies würde die gesetzliche Beweislast umkehren. So entschied das Landgericht aus Rheinland Pfalz.

In dem besagten Fall fühlte sich ein Arbeitnehmer von seinen Kollegen gemobbt, als diese ihn fehlend in ein Anwesenheitsbuch eintrugen, obwohl dieser sich krank gemeldet hatte. Daraufhin verlangte der Arbeitnehmer Schmerzensgeld von seinem Arbeitgeber. Zu diesem Zweck forderte der Arbeitnehmer auch die Herausgabe der Unterlagen einer Detektei, die ihn in der Vergangenheit während seiner Krankheit observiert hatte.

Die Detektei war von dem Arbeitgeber engagiert worden, weil dieser erhebliche Zweifel an der Krankheit seines Arbeitnehmers hatte und lies diesen beobachten. Die Detektei konnte feststellen, dass der Arbeitnehmer während seiner Krankmeldung auf einer Baustelle arbeitete.

Das Gericht entschied daraufhin, dass der Arbeitgeber weder die Detektei benennen muß, noch die gesammelten Unterlagen herausgeben muß. Es gehe dem Arbeitnehmer allein um sein Schmerzensgeld im besagten Mobbing und er wolle mit den Informationen der Detektei seine Klage weiter begründen, doch zuvor müsse dieser das Mobbing nachweisen und trage dabei die Beweislast. Solange also nicht das Mobbing bewiesen ist, kann der Arbeitnehmer nicht auf die Unterlagen zugreifen oder Angaben zu der Detektei erhalten.

Haben Sie noch Fragen, dann wenden Sie sich bitte unter www.detektei-schuett.de an uns oder besuchen Sie uns bei Facebook unter "Detektei Schütt".

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